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Tagesbericht vom Mittwoch, 26. Mai

Weil mich mein Gott das Lachen lehrt - 43. Ostdeutsche Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche durch Bischöfin Rosemarie Wenner eröffnet

Pastorin Katrin Schneidenbach begrüßt Bischöfin Rosemarie Wenner in Leipzig
Pastorin Katrin Schneidenbach begrüßt Bischöfin Rosemarie Wenner in Leipzig

„Erwecke und belebe uns, du Geist der Freiheit.“ Mit diesem Lied und der Tageslesung aus dem Hebräerbrief eröffnete Bischöfin Wenner die Tagung der Jährlichen Konferenz, die in diesem Jahr in Leipzig stattfindet. Die gut 200 Mitglieder und Gäste tagen von Mittwoch bis Sonntag auf dem Gelände der Kreuzkirche und dem benachbarten neuen Gemeindezentrum der Baptistenkirche. Froh begrüßten sich die Delegierten, die Anwesenheit und Arbeitsfähigkeit wurde festgestellt. Der verstorbenen Pastoren Joachim Putzke und Günter Ringeis gedachte das Plenum im Gebet.

Pastorin Katrin Schneidenbach wünschte allen im Namen der ansässigen Gemeinden einen guten Verlauf. Zum nunmehr zehnten Mal richten die Leipziger eine Jährliche Konferenz aus. Bischöfin Wenner erhielt drei Willkommensgeschenke humorvoll gewürzt: sie haben mit der Lokalität zu tun, mit Genuss und Lebensfreude, sind statt zum Verstauben zum Verzehr bestimmt: eine Leipziger Lerche, Bachtalerkonfekt und die neuste CD der Thomaner. Pastor Thomas Härtel versicherte, dass die Gastgeber das beste dafür tun, damit es den Delegierten gut gehe.

Nun sind die Konferenzteilnehmenden darauf gespannt, welche geistlichen Impulse sie erreichen werden. „… weil mich mein Gott das Lachen lehrt“, wie wird dies sich wohl mit den aktuellen Herausforderungen kirchlichen Dienstes verbinden lassen?

Ab 14 Uhr traf sich die Konferenz in ihren Ordentlichen Ausschüssen und weiteren Gremien.

Christin Eibisch


Eröffnungsgottesdienst

Spannungsvoll begann der Eröffnungsgottesdienst mit einem ungewöhnlichen Vorspiel: Schnipsen, pfeifen und Geräusche, wie man sie nur selten in der Kirche hört.
Der "Kopfnuss Kanon" war ein gelungener Auftakt zu einem fröhlichen und würdevollen Gottesdienst in dem viel gelacht wurde und der doch – oder deswegen – feierlich war.

Die Spannung stieg, als Pastor Thomas Härtel bei der Begrüßung auf einen weißen Aufkleber auf der Rückseite hinwies, unter dem etwas verborgen war. "Der Aufkleber auf der Rückseite lässt sich in der Tat ablösen, ohne dass das Papier schaden nimmt, aber eben erst nach dem Präludium." – der erste Lacher war ihm gewiss, denn gemeint war natürlich das Postludium.

Den musikalischen Reichtum der gastgebenden Gemeinden stellten der Posaunenchor und der Gemeindechor den Gästen vor.

Im Gottesdienst sprach der ehemalige Missionssekretär Thomas Kemper, dem nun die Leitung des General Board of Global Ministries unserer weltweiten Kirche anvertraut wurde, ein Grußwort. Etwas wehmütig sehe er darauf, nun zum letzten Mal an dieser Konferenz zu sein, mit der ihn viele gute Erinnerungen verbinden. Die OJK zeichne sich durch eine gute Mischung aus theologischem Anspruch und geschwisterlicher Gemütlichkeit aus. Aber – so betonte er – ihm sei wichtig, dass er nicht weg gehe, sondern "nur" in einen anderen Teil unserer Kirche.
Er danke der OJK für ihre Unterstützung der Weltmission, auch durch die Missionare, die sie seit der Maueröffnung vor 20 Jahren entsendet hat.
"Wenn Gott uns das Lachen lehrt", so schloss er, "dann zuerst über uns selbst." Wir sollten laut über unsere Kirche lachen und so vielleicht ein Segen für die Welt werden.

Im Namen der Konferenz sprach ihm Pastorin Birgit Klement den Dank aus. Er habe uns den Blick für die Welt geöffnet und dabei persönliche Beziehungen in den Gemeinden vor Ort gepflegt.

Pastor Colin Barrett stellte zu Beginn seiner Predigt zu Psalm 126 fest: Dass Gott Sinn für Humor habe, zeige sich schon daran, dass er einen Engländer dazu berufen habe auf einer deutschen Konferenz eine Predigt zum Thema Lachen zu halten. Soviel Engländer und Deutsche auch gemeinsam haben mögen – es sei sicher nicht der Sinn für Humor.
Ob er sich da mal nicht geirrt hat. Wir Deutschen mussten jedenfalls bei seiner Predigt häufig lachen.

Das "heiße Thema" Lachen sprach Pastor Barrett dann allerdings erst in der zweiten Hälfte der Predigt an. Lachen sei ein Zeugnis des Glaubens – nicht das Lachen über einen Witz, sondern Lachen als Ausdruck der Freude, der Freude über die Befreiung aus dem verhedderten Leben in der Sünde, Freude über zurückgegebenes Leben.

Ein besonderer Höhepunkt des Gottesdienstes war schließlich das Abendmahl. Die Konferenzgemeinde teilte es miteinander in den Kirchenbänken. Sie begleitete sich dabei selbst mit Taizé-Liedern.

Schließlich war es dann soweit: Kaum war der Schlussakkord des Postludiums verklungen, schon entfernten die Finger der Konferenzgemeinde die Aufkleber auf der Rückseite des Gottesdienstprogramms und man konnte die nachfolgende kleine Begebenheit lesen.

Sebastin Meisel


"... weil mich mein Gott das Lachen lehrt"

Ein Pastor predigt: "Und Jesus speiste 5 Menschen mit 5000 Broten und 2000 Fischen!..."
Einen Sonntag später korrigiert der Pastor seine Falschmeldung: "Jesus Christus speiste 5000 Menschen mit 5 Broten und 2 Fischen!"
Er schaut in die Versammlung und meint zu einem aufmerksamen Jungen: "Das hättest du wohl nicht geschafft, was?"
Darauf der Angesprochene: "Doch, mit dem Rest vom letzten Sonntag!"